MITDENKEN. MITMACHEN. MITGESTALTEN.

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Im Herbst 2017 beginnt mit dem Regionaltreffen Nord das erste von vier Treffen im Rahmen des Prozesses zum neuen Grundsatzprogramm. Bis zum Sommer 2018 folgen weitere Regionaltreffen in Süd, Ost und West. Doch nicht nur dort wird diskutiert, sondern auch hier auf dieser Seite. Alle Kommentare werden im September 2018 ausgewertet – bis dahin ist hier der Raum für alle, um mitzudenken, mitzumachen und mitzugestalten. Unsere Spielregeln: Wir nehmen alle Ideen ernst und jeder Beitrag wird in der Grundsatzkommission ausgewertet. Doch wer mitmachen will, muss sich anmelden und die Nettiquette beachten. Alle Beiträge, die sich an die Regeln halten, werden freigeschaltet. Das kann kurz dauern, aber es passiert. Los geht es, viel Spaß!

Glossar

Care beschreibt die wechselseitige Sorge der Menschen füreinander sowie für sich selbst. Gleichzeitig verweist Care auf eine Diskussion darüber, wie wir miteinander leben wollen und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt garantieren.

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bezeichnet Einstellungen, die Menschen abwerten oder ausgrenzen. Dies Haltung baut diskriminierende Prozessen, Regeln und Strukturen sowie Gewalt gegen Personen auf oder verfestigt sie in der Gesellschaft. Menschen werden als ‘anders’, ‘fremd’ oder ‘unnormal’ bezeichnet und somit als nicht gleichwertig. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist auch Kern rechtsextremer Einstellungen und bezieht sich unter anderem auf die Abwertung asylsuchender, homosexueller, transsexueller und wohnungsloser Menschen.

Inklusion ist ein Leitprinzip, um die gleichberechtigte Teilhabe aller an der Gesellschaft zu verwirklichen. Inklusion verdeutlicht, dass jede*r auf ihre*seine Art und Weise einzigartig ist und Teil der Vielfalt. Damit alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit an der Gesellschaft teilhaben, mitwirken und mitentscheiden können, sind die baulichen, kommunikativen, strukturellen, ökonomischen sowie fachlichen Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft zu prüfen und wo nötig zu verändern.

Interkulturelle Öffnung ist ein Veränderungsmodell zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Organisationen. Die AWO sieht ihre Aufgabe darin, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Einrichtungen, Diensten und im Verband ihrem Bevölkerungsanteil repräsentiert werden und die Angebote sich konzeptionell, organisatorisch und personell an den Bedürfnissen von Menschen unterschiedlicher Herkunft aufstellt.

Rassismus teilt Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen oder realen Herkunft, Hautfarbe oder ethnischen Zugehörigkeit in verschiedene Gruppen ein und weist diesen unveränderliche, oft negative Eigenschaften oder Verhaltensweisen zu. Ihre eigene Gruppe sehen Rassisten in der Regel als natürlich überlegen an und leiten daraus das Recht zur Benachteiligung anderer ab.

Sexuelle Identität beschreibt wie Menschen sich selbst wahrnehmen und wie sie im Hinblick auf Geschlechtsmerkmale, Geschlechtsidentität, Geschlechterrolle und sexuelles Begehren von anderen wahrgenommen werden wollen. Sexuelles Begehren beschreibt, zu welchem Geschlecht oder welchen Geschlechtern Menschen sich romantisch, erotisch und sexuell hingezogen fühlen.

Sorgearbeit verwenden wir als Begriffsrahmen, um alle Sorgetätigkeiten, unabhängig von Gegenstand und Art der Sorge und unabhängig von der Organisationsform (unbezahlt/bezahlt, informell/formell, privat/professionell, Ehrenamt/Erwerbsarbeit) zu beschreiben. Sofern wir Sorgearbeit meinen, die die private Pflege, Zuwendung, Versorgung für andere oder sich selbst meint, die unbezahlt, informell oder als Ehrenamt stattfindet, sprechen wir explizit von „privater Sorgearbeit“.

Unter Sozialer Arbeit verstehen wir die bezahlte, formelle, professionelle Pflege, Zuwendung und Versorgung für andere, die bezahlt und als Erwerbsarbeit stattfindet.

Unter Sozialraum verstehen wir das konkrete Lebensumfeld des Menschen. Es ist der Ort, an dem er konkrete Unterstützung erhält, um seine Lebensqualität und -situation zu verbessern. Hier kann er sich für den Zusammenhalt der Gesellschaft engagieren, Akzeptanz und Wertschätzung der Mitmenschen lernen und in demokratischen Prozessen mitgestalten. Sozialraumorientierung ist eine Handlungsoption der Sozialen Arbeit, die von der individuellen Bedarfslage das gesamte Umfeld des Menschen mit seinen verschiedenen Angeboten und Einrichtungen in den Blick nimmt. Quartiersentwicklung hingegen ist ein Handlungsprogramm der integrierten Stadtteilentwicklung.

Geschlecht beschreibt zunächst die Einteilung von Menschen als „weiblich“ oder „männlich“. Sie basiert sowohl auf biologischen Geschlechtsmerkmalen als auch auf der Geschlechtsidentität (innere Überzeugung, einem bestimmten Geschlecht anzugehören) und Geschlechterrollen, die von gesellschaftlichen Normen wie Aussehen, Körpersprache, Verhaltensweisen definiert werden. Die geschlechtliche Vielfalt von Menschen wird durch die ausschließliche Einteilung in Frauen und Männer nur unzureichend erfasst: So gibt es beispielsweise Menschen, deren biologisches Geschlecht mehrdeutig ist (intersexuelle oder intergeschlechtliche Menschen) und Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde (z.B. Transgender und Transsexuelle). Sie alle sind in unserem offenen Verständnis von Geschlecht mitgedacht und verdeutlichen, dass Geschlecht etwas Vielfältiges ist.

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