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Im Herbst 2017 beginnt mit dem Regionaltreffen Nord das erste von vier Treffen im Rahmen des Prozesses zum neuen Grundsatzprogramm. Bis zum Sommer 2018 folgen weitere Regionaltreffen in Süd, Ost und West. Doch nicht nur dort wird diskutiert, sondern auch hier auf dieser Seite. Alle Kommentare werden im September 2018 ausgewertet – bis dahin ist hier der Raum für alle, um mitzudenken, mitzumachen und mitzugestalten. Unsere Spielregeln: Wir nehmen alle Ideen ernst und jeder Beitrag wird in der Grundsatzkommission ausgewertet. Doch wer mitmachen will, muss sich anmelden und die Nettiquette beachten. Alle Beiträge, die sich an die Regeln halten, werden freigeschaltet. Das kann kurz dauern, aber es passiert. Los geht es, viel Spaß!

Gleichstellung und Frauenpolitik

Seit unserer Gründung streiten wir für eine umfassende Gleichstellung von Frauen und Männern. Unsere Vision ist die Geschlechtergerechtigkeit im Lebensverlauf. Sie ist erst erreicht, wenn alle Menschen frei sind, ihre Lebensentwürfe unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Identität zu verwirklichen. Diese Freiheit beruht auf der gleichen Verteilung von Ressourcen, Einfluss und Wertschätzung.

Frauenpolitik bleibt ein zentraler Bestandteil der Gleichstellungspolitik. Denn nach wie vor sind Frauen in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen benachteiligt. Wir setzen uns für die körperliche, finanzielle und zeitliche Selbstbestimmung von Frauen ein.

Finanzielle Selbstbestimmung von Frauen stärken
Wir fordern eine Politik, die Frauen eine uneingeschränkte Erwerbsbeteiligung ermöglicht. Wir setzen uns für Lohngerechtigkeit ein, die den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei gleicher Qualifikation abbaut. Neben einem Entgeltgleichheitsgesetz sind alle Arbeitsverhältnisse sozialversicherungspflichtig abzusichern sowie rechtliche Vorgaben abzubauen, die eine traditionelle Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern fördern.

Recht auf körperliche Unversehrtheit
Das Hilfe- und Unterstützungssystem zum Schutz vor häuslicher Gewalt ist verpflichtend und auskömmlich zu finanzieren. Frauen und deren Kinder, die von Gewalt betroffen sind, brauchen einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe. Er darf nicht von Herkunft und gesundheitlicher Befähigung abhängig sein. Darüber hinaus ist eine Debatte zum Thema Gewalt in Verbindung mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit speziell in Partnerschaften vonnöten. Ziel ist es, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit beinhaltet das Recht auf Selbstbestimmung des Geschlechts von Inter- und Trans-Personen.

Gleichstellung als Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit
Geschlechtsspezifische Ungleichheiten, Hierarchien und Unterdrückungsverhältnisse sind abzuschaffen. Alle Menschen sollen unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Fähigkeiten entfalten und Sorge für sich und andere tragen können. Wir wirken Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht oder Sexualität in Überschneidung mit Herkunft, Bildung, Klasse, Alter, körperlicher Befähigung, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung entgegen.

 

Sexuelle und körperliche Selbstbestimmung
Menschen sollen ihre Sexualität, ihre Lebens- und Sexualpartner*innen selber bestimmen können. Jede*r soll sich selbstverantwortlich für oder gegen ein Leben mit Kindern entscheiden können. Wir befürworten das Recht auf Abtreibung. Um Menschen auf ihrem Weg zur sexuellen Selbstbestimmung zu unterstützen, braucht es Aufklärung und Information ab frühester Kindheit. Zudem bedarf es eines kostenlosen Zugangs zu Verhütungsmitteln.

Raum für neue Männlichkeit
Jungen und Männer wollen heute immer weniger alten, stereotypen Rollenbildern entsprechen. Wir treten dafür ein, dass sie in gleichberechtigten Partnerschaften leben, für ihre Kinder und älteren Angehörigen sorgen können und ihre Erwerbsarbeit nicht mehr zum Mittelpunkt ihres Lebens machen müssen. Wir unterstützen Männer, nicht-traditionelle Rollen- und Familienmodelle zu leben.

 

 

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