MITDENKEN. MITMACHEN. MITGESTALTEN.

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Im Herbst 2017 beginnt mit dem Regionaltreffen Nord das erste von vier Treffen im Rahmen des Prozesses zum neuen Grundsatzprogramm. Bis zum Sommer 2018 folgen weitere Regionaltreffen in Süd, Ost und West. Doch nicht nur dort wird diskutiert, sondern auch hier auf dieser Seite. Alle Kommentare werden im September 2018 ausgewertet – bis dahin ist hier der Raum für alle, um mitzudenken, mitzumachen und mitzugestalten. Unsere Spielregeln: Wir nehmen alle Ideen ernst und jeder Beitrag wird in der Grundsatzkommission ausgewertet. Doch wer mitmachen will, muss sich anmelden und die Nettiquette beachten. Alle Beiträge, die sich an die Regeln halten, werden freigeschaltet. Das kann kurz dauern, aber es passiert. Los geht es, viel Spaß!

Familie

Familien sind elementar für die Existenz, das Funktionieren und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir setzen uns für einen umfassenden Familienbegriff ein: Familie ist dort, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und einander Zuwendung schenken. Eine zeitgemäße Familienpolitik stellt die Bedürfnisse der Familien ins Zentrum. Es gilt, für alle Familienmitglieder lebensphasen- und situationsabhängig Bedingungen zu schaffen, aufgrund derer sie selbstbestimmt Entscheidungen treffen können. Familienpolitik ist darüber hinaus eine ressortübergreifende Aufgabe, die auch Akteure aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft beteiligt. Wir fordern eine gesellschaftliche Verantwortung, die alle Familienformen unterstützt und wertschätzt.

Bindung und Bildung in Familien
Bildungsgerechtigkeit beginnt damit, dass alle Familien als erster und zentraler Ort der Bindung, frühkindlicher Erziehung und Bildung anerkannt und gestärkt werden. Es braucht unterstützende und familienbildende sowie begleitende Maßnahmen und eine entsprechende Infrastruktur. An deren (Weiter-)Entwicklung sind Kinder, Jugendliche und Familien zu beteiligen.

Das Kindeswohl steht an erster Stelle
Wir sind von dem Leitgedanken getragen, dass Eltern das Wohl des Kindes am Herzen liegt. Aus dieser Überzeugung heraus treten wir für die Freiheitsrechte der Eltern gegen staatliche Eingriffe ein. Gleichzeitig betonen wir den Vorrang des Kindeswohls und sehen Staat sowie Gesellschaft in der Pflicht, Lebensbedingungen für ein Aufwachsen in Wohlergehen zu schaffen.

Es braucht eine konsistente Familienpolitik
Wir brauchen ein umfassendes Konzept familienpolitischer Leistungen, das den tatsächlichen Lebensumständen von Familien entspricht. Inkonsistente und normative Anreize im Steuerrecht, im Familienrecht, in den Sozialversicherungen, bei Transferleistungen und bei erwerbserzeugten Rentenansprüchen sind aufzulösen. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Familien mindestens über ein sozial gerechtes Existenzminimum verfügen.

Zeitpolitik im Blick
Familien benötigen Zeit. Deshalb braucht es für die Lebensqualität von Familien Konzepte, die sowohl Zeitwohlstand als auch Zeitsouveränität beachten. Neben der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sind Wege zu finden, die allen ein Leben gemäß ihrer Werte, ihrer Fähigkeiten und ihrer Bedürfnisse ermöglichen.

Sorgearbeit braucht gute Rahmenbedingungen
Sorgearbeit ist die Basis gesellschaftlichen Wohlergehens und wirtschaftlichen Wachstums. Das Verhältnis von Erwerbsarbeit zu Familie und Geschlechterrollen befindet sich im Wandel. Derzeit leisten Frauen immer noch den größten Anteil an Sorgearbeit. Wir streiten für ihre politische und gesellschaftliche Neuorganisation: Sie ist als öffentliche Aufgabe und ihrem Wert entsprechend anzuerkennen. Staat, Markt, Familie und Zivilgesellschaft sind in der Verantwortung, gemeinsam gute Bedingungen für Sorgearbeit und Care zu schaffen. Alle Menschen haben ein Recht darauf, ihre private Sorgearbeit wahrzunehmen und diese mit ihren beruflichen Anforderungen gut zu vereinbaren sowie Zeit für Engagement zu haben.

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